Biere aus aller Welt

Sachsen

Seit Jahrhunderten gibt es in Sachsen den Gerstensaft aus Malz, Hopfen, Wasser und Hefe. Damals war es jedem Bürger erlaubt sein eigenes Bier zu brauen. Doch es gab strenge Gesetze wer welches Bier und wieviel davon brauen durfte. Wer sein Bier in eine Stadt mit eigener "Braugerechtigkeit" brachte musste mit dem Verlust seines

Bieres rechnen. Das Bier war auch am sächsischen Hofe in Dresden ein sehr beliebtes Getränk. Und es war ein unerlässliches Nahrungsmittel des Volkes. Vorallem das sächsische Bier war so gut und verbreitet, dass selbst die Herzöge von Bayern, Bier aus Sachsen bestellten. Das Bier wurde sogar über die Landesgrenzen nach Wien, Innsbruck oder Prag transportiert. Doch damals schon wurde in Sachsen mit dem Bierkonsum oft übertrieben, sodass Unart und Schlägereien an der Tagesordnung waren. 1836 wurden dann die ersten deutschen Aktienbrauereien in und in der Umgebung von Dresden gegründet. Während der DDR war Bier ebenfalls ein nötiges Nahrungsmittel und wenn der Biernotstand ausgebrochen war, wurden alle Kräfte mobilisiert um diesem entgegenzuwirken. Doch ab 1990 taten sich die Brauereien schwer in Deutschland gegen die plötzliche Konkurrenz zu überleben. Dabei wurden viele Brauereien geschlossen. 1989 wurden in Sachsen noch 8.7 Mio. Hektoliter Bier hergestellt, während es 1991 nur noch 3.4 Mio. Hektoliter waren. Doch ab 1990 halfen die Westdeutschen Bierbrauer um den Bierabsatz wieder zu steigern. Brauereien wurden auf den Westdeutschen Standard aufgerüstet und finanzielle Unterstützung geboten, so erholten sich viele sächsische Brauereien wieder. Und Dank der sächsischen Bierliebhaber stieg die Zahl der produzierten Mengen wieder an. Mit mittlerweile produzierten 8.3 Mio. Hektoliter Bier ist Sachsen auf dem dritten Platz der größten Bierhersteller in Deutschland.

Doch welches Bier mögen nun die Sachsen? In Sachsen werden über 200 verschiedene Biersorten gebraut. Das beliebteste Bier ist nach wie vor das Pilsner. Doch auch Schwarzbier ist sehr beliebt. Natürlich ist das Bockbier immer noch ein Renner in Sachsen. Doch auch Weizen wird immer mehr in sächsischen Brauereien gebraut. Sogar moderne Bierarten, wie etwa ein <a href="http://www.physiowissen.de/thema-cat3-Ernaehrung.html" id="nolink" title="Ernährung">Diätbier</a> gibt es im sächsischen Sortiment.

Und die optimale Location ist natürlich auch unabdingbar! Deshalb ist es im Sommer ein muss sein "kühles blondes" im Biergarten zu geniessen. Natürlich auch auf Festen, Partys oder in Discotheken geht nichts mehr ohne ein gutes Sächsisches Bier. Aber natürlich bleiben auch Restaurants und Gasthäuser voll im Trend wo es immer was zu trinken gibt. Also kann man durchaus sagen das die Sachsen mit ihren Bayerischen Nachbarn was Bier betrifft mithalten können. Und mit ihren vielen Brauereien und der Jahrhunderte alten Tradition sehr schmackhaftes und leckeres Bier brauen.

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