EnglandMit 100,8l pro Kopfverbrauch und einer großen Exportmenge in die USA als zweitgrößter Bierproduzent Europas. Im Vergleich zu Deutschland ist die Brauereienvielfalt geringer - mit 85 Braustätten, 130 Kleinbrauereien, 150 Pubbrauereien - aber lebt dennoch eine ausgeprägte Bierkultur mit über 80.00 Pubs und Kneipen. Die Briten lieben ihr 13°C warmes Bier in ihren Pintgläser mit 0,57l Inhalt randvollgefüllt und mit wenig Schaum. Besonders gern wird es in Edinburgh in Schottland genossen, in der britischen Stadt mit den meisten Pubs und Kneipen. Die Briten begannen ihre Bierkulter mit dem ersten Ale, welches in frühester Alezeit ein hopfenfreies, fermentiertes, alkoholisches und hauptsächlich aus gemälzter Gerster bestehendes Getränk war. Der Trinkspruch "Skol!" zeugt von der langen Tradition, der aus der Zeit der nordischen Krieger stammt. Das englische Wort Skull bedeutet auf Deutsch Schädel und ist in sofern als Trinkspruch zu verstehen, als dass die besagten Krieger während ihrer Siegesfeiern ihr Ale aus den Schädeln der besiegten Tranken. Im 15. Jahundert wurde zum erstenmal von den Niederländern Hopfen nach England eingeführt und damit kam zum erstenmal der Begriff beer, nach dem Wort vom Festland auf. Heutzutage wird Ale dem Begriff "beer" gleichgesetzt, denn es ist gleichwohl gehopft. Heute ist das Ale ein mit öbergeriger Hefe bei 15-25°C gegorenes Bier. Vergleichbare, in Deutschland gebraute Biere und der Alefamilie zugehörig wären das Köllsch und Altbiere. Das britische Standartbier ist das "Bitter". Gegen seinem Namen ist es ein leichtes Bier, mit wenig Kohlensäure und einem geringen Alkoholgehalt. Der irreführende Name stammt aus der Zeit der ersten Hopfennutzung, als die gehopften Biere im Vergleich zu dem noch ungehopften Ale bitter und kräftiger schmeckten. Zudem existieren noch grobe Kategorien, nach denen die britischen Biere sortiert werden, wie dem milden Ale, ein volles, süßliches Bier, von dunkler Farbe, mit wenig Hopfen; dem pale Ale, das relativ trocken und von heller Farbe ist und ein ausgeprägetes hopfenaroma besitzt; im Gegensatz dazu ist das Indian Pale Ale (auch IPA) ein extrem stark gebrautes und gehopftes Ale, das zu Kolonialzeiten verschifft wurde und das man am Bestimmungsort mit Wasser auf Trinkverhältnisse verdünnte, heute aber von genießern unverdünnt getrunken wird; dem Heather Ale, welches vor allem in Schottland gebraut wird und statt oder zusätzlich zum Hopfen mit Heidekraut gewürzt ist und zum Schluss dass Bitter beziehungsweise stock Ale, welches schon als Standartbier aufgeführt wurde. Die Bierkultur wird auch mit Hilfe von Museen, wie dem Heritage-Brauerreimuseum, und vieler Bierfeste, wie dem großen britischen Bierfestival in London, hervorgehoben und gepflegt. |
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